Über uns

Wer sind wir?

 

 

Wir sind eine Gruppe von zur Zeit etwa 50 Menschen, die sich Anfang 2018 mit der Bioland-Gärtnerin Nermin Ischebeck zusammengetan hat, um gemeinsam Solidarische Landwirtschaft zu betreiben.

Hierbei geht es darum, vielfältige und regionale Landwirtschaft zu erhalten, indem man Landwirte bzw. Gärtner mit den Verbrauchern zusammenbringt und das Risiko von Ernteausfällen gemeinschaftlich trägt.

In „Nermins` Garten“, einem Bio-zertifizierten Betrieb mit ca. 1 ha großem Grundstück im Süden von Mettmann, werden nach diesem solidarischen Prinzip gemeinschaftlich mit viel Engagement zahlreiche Gemüsesorten, Kräuter, Beerensträucher angebaut und auch die beiden Schafe Anne und Jette sind mit von der Partie.

Das Gemüse wird nach den Bioland Richtlinien angebaut. Das bedeutet beispielsweise, daß wir keine Herbizide, Pestizide und keinen Kunstdünger verwenden. Die Bearbeitung des Bodens erfordert immer viel Handarbeit und wir legen Wert auf wenig bodenverdichtenden Maschineneinsatz. Sowohl das Gärtner-Team um Nermin als auch die Mitglieder sind inzwischen mit viel Liebe, Aufmerksamkeit und Freude bei den monatlichen Arbeiteinsätzen dabei.

Wie auch im Konzept der Solidarischen Landwirtschaft verankert, nehmen alle Mitglieder bewusst ein eventuelles Ernterisiko mit Ernteausfällen, die beispielsweise durch Schädlinge oder wetterbedingt entstehen können, in Kauf.

 

Unser Boden und die regionalen klimatischen Bedingungen bestimmen die Gemüseauswahl, nicht unsere Einkaufsliste. Die Gemüsevielfalt ist saisonal und regional, demnach schwankt die wöchentliche Gemüsemenge.

Im Gegenzug erhält man regional und ökologisch angebaute Lebensmittel.

Neben dem regionalen und ökologischen Aspekt ist es uns ein besonderes Anliegen, ein Bewusstesein für den achtsamen Umgang mit der Natur, das Wissen über die Herkunft der Lebensmittel und eine hohe Transparenz zu schaffen.

 

Die offene Kommunikation innerhalb der Gemeinschaft, aber auch nach außen, ist dabei genauso wichtig, wie das Vertrauensverhältnis, das zwischen den Mitgliedern und Nermin, als Gärtnerin herrscht.

Auch wenn wir eine offene Gruppe sind, so haben wir uns doch gemeinsam ein paar Leitgedanken überlegt, um das Miteinander zu gestalten und zu vereinfachen.

Diese werden ständig erweitert und angepasst:

  • Für uns zählt das Miteinander nicht das Gegeneinander und eine Offene Kommunikation in allen Belangen.
  • Das, was wir miteinander vereinbaren und wie wir miteinander umgehen, ist bewusst nicht juristisch geprüft. Wir wollen in und mit der Gemeinschaft wachsen und alles Weitere offen gestalten.
  • Alle geben sich Mühe die gemeinsamen Aufgaben nach bestem Gewissen zu meistern. Sollte es zu Unzufriedenheit, Ärger, Streit oder Missverständnissen kommen, so reden wir offen und konstruktiv miteinander und führen keine sinnlosen Kleinkriege.
  • Bei Änderungen oder Abweichungen zu getroffenen Vereinbarungen oder Änderungen zu bestimmten Vorgehensweisen usw. reden wir über das Thema. Dies geschieht auf eine transparente Weise.
  • Sofern es im Einzelfall zu unauflöslichen Differenzen kommt, lösen wir die Vereinbarung einvernehmlich auf.

Wie funktioniert es?

Das Erntejahr beginnt jeweils zum 1.04. eines Jahres und endet am 30.03. des Folgejahres.

Für diesen Zeitraum verpflichten sich die Mitglieder zur Zahlung ihres monatlichen Beitrages.

Unterjährige Kündigungen seitens der Mitglieder sind unter gewissen Umständen wie Wegzug, Arbeitslosigkeit oder ähnlich zwingenden Gründen und Notsituationen jeweils zum Monatsende möglich.

Zu Beginn jeden neuen Erntejahres gibt es eine erneute Kostenaufstellung und Kalkulation seitens Nermin, es findet demnach keine automatische Verlängerung des Vertrages statt, sondern jedes Mitglied kann sich aktiv für oder gegen ein weiteres Mitmachen entscheiden.

Man kann sich zwischen einem „ganzen Ernteanteil“ und einem „halben Ernteanteil“ entscheiden.

Dabei entspricht ein ganzer Ernteteil ungefähr dem Bedarf von 2-3 Personen, ein halber Ernteanteil entsprechend weniger, ca. 1-2 Personen. Zur Zeit beläuft sich ein ganzer Ernteanteil auf 90€ und ein halber Ernteanteil auf 45€ monatlich.

Das geerntete Gemüse wird einmal wöchentlich abgeholt. Immer Dienstags erhalten die Mitglieder eine Mail über das Gemüseangebot für die laufende Woche.

Abholtag ist in der Regel der Donnerstag zwischen 15 – 18 Uhr in „Nermins Garten“ in Mettmann, Benninghofer Weg.

 Dabei gilt:

  • Jeder wiegt oder zählt sich seinen Anteil selber ab, die jeweiligen Mengen werden ausgehängt
  • Gemüsetausch wird unter den Mitgliedern selber geregelt
  • Transportbehältnisse bringt jeder selber mit
  • Die Basis ist gegenseitiges Vertrauen, soziales Verhalten und Miteinander.

 

Mittlerweile haben sich verschiedene Mitglieder zusammengetan und organisieren die Abholung für verschiedene Standorte in Mettmann und näherer Umgebung.

Zur Zeit gibt es Gruppen in: Mettmann, Düsseldorf, Haan Gruiten, Ratingen und Hochdal.

Die Angaben beziehen sich auf das jetzige Erntejahr 2018/2019, Änderungen sind möglich.

Alle Mitglieder verpflichten sich zu einer Mitarbeit von 15 Stunden jährlich. Die Mitarbeit reicht von Unkraut jäten bis ernten.

 

Können die Stunden nicht abgeleistet werden, erklären sich die Mitglieder solidarisch dazu bereit, die Stunden finanziell auszugleichen. Zur Zeit ist dies ein Betrag von 12€ pro Stunde. Damit können weitere Aushilfskräfte finanziert werden um den reibungslosen Betrieb aufrecht zu erhalten.

Wie sind wir organisiert?

Gärtnermeisterin Nermin und 3-4 Auszubildende als Vollzeitkräfte sowie, ein Mitarbeiter mit    geistiger Behinderung.

Um die Gärtnerin Nermin und ihre Mitarbeiter/innen zu unterstützen und organisatorisch zu entlasten, hat sich die Gemeinschaft zur Gründung eines SoLaWi-Rates entschlossen. Nermin trifft die landwirtschaftlichen Entscheidungen andere Entscheidungen werden in der Gemeinschaft getroffen. Zur Vorbereitung der Entscheidungen und Vorschläge gibt es im Sinne einer Kleingruppe den SoLaWi-Rat.

Der SoLaWi-Rat trifft sich einmal monatlich und führt eine offene und transparente Kommunikation mit allen Mitgliedern und Nermin.

Der SoLawi-Rat Mettmann trifft gemeinsam mit Nermin finanzielle Entscheidungen außerhalb der geplanten Kalkulation bis zu einer Höhe von 500€. Darüber hinausgehende finanzielle Entscheidungen bedürfen der Mitbestimmung der ganzen Gemeinschaft. Hierbei legen wir besonderen Wert auf eine qualifizierte Mehrheit und sind sehr daran interessiert alle Argumente vernünftig in Diskussionen und Entscheidungen einzubeziehen.

In einigen Arbeitsgruppen werden verschiedene Themen der SoLaWi behandelt. Dabei kann sich jeder mit seinem Wissen und seinen Fähigkeiten freiwillig einbringen und so zur Organisation beitragen.

Es gibt beispielsweise eine Arbeitsgruppe, die sich um die Kommunikation nach Innen und Außen kümmert oder eine AG die sich mit dem Bau  eines Kompost-Klos beschäftigt. Unsere Schafe Anne und Jette haben ihren Beitrag zur AG Wolle geleistet und wir hoffen, dass wir noch viele neue Ideen finden, die wir im Rahmen von Projekten und Arbeitsgruppen realisieren können. Es gibt also vielfältige Möglichkeiten, sich aktiv in die Solidarische Landwirtschaft einzubringen.

Wer kann mitmachen?

Ihr seid alle herzlich eingeladen, mitzumachen!

Neue Ideen und Vorschläge sind immer willkommen. Die Arbeitsgruppen freuen sich über Zuwachs.

Gerne zeigen wir euch das Gelände und die Vielfältigkeit von „Nermins Garten“ und beantworten eure Fragen.

Wendet euch hierzu bitte an die: solawi-mettmann@nerminsgarten.de

SoLaWi Mettmann

Gemeinsam ist schöner, also Herzlich Willkommen!